Ziele 2010

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Ziele

Mit der Durchführung der im vorliegenden Antrag beschriebenen Projekte möchte das Universitätsklinikum Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg seine seit Jahren bestehenden und prosperierenden Beziehungen zu Hochschulen und Wissenschaftlern und Arbeitsgruppen in arabischen und afrikanischen Ländern ausbauen, und durch die Etablierung fester Hochschulpartnerschaften zu einer neuen Dimension verhelfen.

 

 

 

Dabei kann die FAU bereits beretis bestehende Kontakte und Strukturen nutzen. Eine wesentliche Rolle kommt dabei dem 2004 mit DAAD Unterstützung gegründeten Arabian German Medical Alumni Network AGMAN zu. Dem Netzwerk mit Mitgliedern aus fünf arabischen Ländern gehören inzwischen rund 250 Alumni verschiedener medizinischer Fachrichtungen an. Weiter ist die Kooperation mit der Union Arabischer Mediziner in Europa e.V. (ARABMED) sehr fruchtbar. ARABMED vereint circa 2000 in Europa lebende arabische Mediziner. ARABMED verfolgt sowohl den wissenschaftlichen Austausch zwischen Okzident und Orient als auch den kulturellen Dialog.

Nachdem die Erlanger DAAD AG Ärzteprogramm in den letzen drei Jahren mehr als 28 Weiterbildungsseminare, Sommerschulen und Expertenseminare in Deutschland, Ägypten und Syrien durchführen konnte soll die nächste Dekade gezielt dem Ausbau der Süd-Süd Kooperationen im Bereich der medizinischen Weiterbildung und des wissenschaftlichen Austausches dienen.

Zahlreiche Alumni sind in ihrem Heimatland als Wissenschaftler und Hochschullehrer tätig. Die Zusammenarbeit mit den ärztlichen Kollegen aus Deutschland in internationalen Expertenseminaren, Sommerschulen hat dazu geführt, dass es möglich war in Ägypten und Syrien in 2008 über 300 ärztliche Kolleginnen und Kollegen auf universitären Niveau weiterzubilden. Hierbei konnten durch die Einladung von Alumni aus Sudan, Oman, Syrien, VAE gezielt das AGMAN Netzwerk gestärkt werden. Dabei kristallisierte sich das Learning Resource Center der Cairo Universtiät als zentraler Ort für regionale Weiterbildungen mit deutscher Beteiligung heraus.

Ziel ist nach abgeschlossener Identifikation von Hochschulpartnern in Sudan, Jemen und Eritrea die erworbenen Erfahrungen mit deutsch-arabischen Hochschulpartnerschaften sowie den Erfahrungen mit praktischen Workshops (Ausbildung in der interventionellen Endoskopie, Herzchirurgie und. Pädiatrie um diese arabisch-afrikanische Länder zu erweitern. Weiter sollen lokale Tutoren aus diesen Ländern durch die Teilnahme am Erlanger Expertenseminar und Teilnahme an Veranstaltungen im Learning Ressource Center, Kairo selbst zu Tutoren ausgebildet und sollen nachfolgende für ihr Heimatland eine wesentliche Rolle in der Weiterbildung einnehmen.

Ein wesentlicher Vorteil ist die Verbindung von arabischen und deutschen Tutoren, da insbesondere die arabischen Alumni mit ihren Kenntnissen der arabischen Sprache und Kultur, sowie den in Deutschland erworbenen wissenschaftlichen und klinischen Fertigkeiten akzeptierte Weiter- und Vorbilder sind.

Durchführende und beteiligte Partner im In-und Ausland:

Arbeitsgruppe DAAD Ärzteprogramm Erlangen:

  • Dr. med. Habil Faidi Omar Mahmoud, Dr. med. Martin Grauer; Projektleiter
  • Frau Myriam Schala M.A., DAAD Lektorin mit Rückkehrerstipendium
  • NN wiss. Mitarbeiter; 4 studentische Hilfskräfte auf Stundenbasis

Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg

  • Prof. Dr. rer. nat. K.D. Grüske Präsident der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg:
  • Frau Dr. B. Perlick Auslandsamt der Universität Erlangen-Nürnberg:
  • Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jürgen Schüttler, Dekan der Med. Fakultät:
  • Prof. Dr. med. Michael Weyand, Direktor der Klinik für Herzchirurgie:
  • Prof. Dr. med. Markus F. Neurath, Direktor der Medizinischen Klinik 1
  • Prof. Dr. med. Eckhart G. Hahn, Vorsitzender der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung e.V.

Partner in Deutschland:

  • Deutscher Akademischer Austauschdienst Bonn
  • Arabian German Medical Alumni Network, AGMAN Erlangen
  • ARAMED e.V. Vereinigung arabischer Mediziner in Europa
  • German-Egyptian Society of Gastroenterology & Hepatoloy e.V.
  • Deutsch-Syrische Ärztevereinigung e.V.
  • PD J. Maiß, Verein zur Förderung der qualitätsorientierten Weiterbildung Endoskopie e.V., Erlangen
  • PD Dr. med. August Stich, Abteilung Tropenmedizin u. Internationale Gesundheit, Missionsärztliche Klinik Würzburg
  • Prof. Dr. med. Lucas Greiner, Medizinische Klinik 2, Helios Klinikum Wuppertal
  • Fa. Pentax Europe, c/o Herr Martin Meinhold, PENTAX Gmbh, Hamburg
  • Frau Dr. Lammerding-Köppel, Leiterin Kompetenzzentrums für Hochschuldidaktik Medizin, Tübingen

Partner im Ausland Ägypten

  • Prof. Dr. med. Hossam Kamel Präsident der Cairo University, Alumnus Universität Köln),
  • Prof. Ahmed Sameh Farid, Dekan der Med. Fakultät, Cairo University
  • Frau Prof. Dr. Mona Abu-Zekry, AGMAN Länderverantwortliche Ägypten (Alumna Universität Bonn)
  • Prof. Dr. Abdelmeguid Kassem, Editor Arab Journal of Gastroenterology (Alumnus Universität München)
  • Tutor der World Organisation of Gastroenterology im Train the Trainer Programm
  • Prof. Hamid Zoheiry, Learning Resource Center (www.lrc.edu.eg), (Alumnus Universität Würzburg)
  • Prof. Dr. Iman Waked, Dean National Liver Institute, Shebeen El-Koom, Menoufiya
  • Prof. Dr. Gamal Badra, National Liver Institute, Menoufiya, (Alumnus Universität Erlangen)
  • Ayman Saley, Chairman Fujion Inc. Niederlassung Ägypten; http://www.fujinonendoscopy.com/

Partner im Ausland Syrien:

  • Prof. Dr. med. Abdelkader Martini, Präsident der Al Andalus University of Medical Sciences (Kooperationsvertrag seit 2005), Mitglied der Med. Fakultät Universität Heidelberg
  • Prof. Dr. Nizar Akil, Präsident der Aleppo University (Kooperationsvertrag seit 2006)
  • Dr. Fayez Sandouk, Präsident Syrian Society of Gastroenterology and Hepatology
  • Prof. Dr. med. F. AlHafi, AGMAN Länderverantwortlicher Syrien (Alumnus Universität Münster)
  • Prof. Dr. Majed Othman, Direktor Al Bassel Heart Center, Damaskus, Syrien
  • Dr. Salah Ismail, Generaldirektor, Golan Hospital, Quneitra, Syrien

Partner im Ausland Sudan

  • Prof. Dr. Suleiman Fedail, Dekan emeritus, Faculty of Medicine Khartoum University
  • Dr.med. Nada Zakaria, AGMAN Länderverantwortliche Sudan
  • PD Dr. med. Abbas Agaimy, Oberarzt Institut für Pathologie, (Khartoum, z.Z. Universität Erlangen)
  • Ass. Prof. Dr. Badreldin A. Yousif, El Fasher Teaching Hospital Darfur (Alumnus Universität München)

Partner im Ausland: Oman

  • Dr. Salim AlHarty, AGMAN Länderverantwortlicher, Royal Hospital of Oman (Alumnus Universität Hamburg)
  • Prof. Dr. Ghazi bin Omar al Zubaidi, Direktor Royal Hospital of Oman (Alumnus Universität München)
    • Dr. Khalifa Bin Dayna, AGMAN Länderverantwortlicher Bahrain, (Alumunus Universität Erlangen)
    • Frau Prof. Dr. Rafia Ghubash, Präsidentin Arabian Gulf University, Manama (Kooperationsvertrag seit 2006)
    • AGMAN Länderverantwortlicher: Dr. Osama Babilli, Dubai (Alumnus Universität Tübingen)
    • Prof. Omer Ali Attef, Vice Dean, Ajman University of Science and Technology, Ajman (Alumnus Universität Greifswald)
    • Ass. Prof. Dr. Yasser Bashin, vorgeschlagerner Länderverantwortlicher (Alumuns Universität Tübingen 2005-2008) University of Aden, Khor-Maksar, Yemen
    • Prof. Ali Ahmed Ali, Dekan der Med. Fakultät, University of Aden
    • Dr. Muad Kahled Qasem Awad, General Surgeon, Al Gamhoria Teaching Hospital
    • Dr. Habteab Mehari, Koordinator der staatlichen Kliniken in Eritrea, Gesundheitsministerium, Partner des Hammer Forums (Operationen im Halibet Hospital seit 2004)
    • Dr. Beyene Tewelde, Medical Director Halibeth Hospital, Asmara
    • Dr. Ephraim Fisseha, Inail Medical Center, Asmara
    • Sr. Hiwot Diebel, Fachschwester für Endoskopie, Deutsch-Eritreerin, Erlangen
  • Partner im Ausland: Bahrain

    Partner im Ausland: Vereinigte Arabische Emirate

    Partner in Auslang: Jemen

    Partner im Ausland: Eritrea

    Kooperationen mit Universitäten im arabischen Raum im Bereich Medizin:

    Seit August 2005 besteht eine Hochschulpartnerschaft (HSP)  zwischen der FAU Erlangen und der Al Andalus University in Kadmus Syrien welche, entsprechend dem Anteil den die FAU durch Dr. Mahmoud an der Gründung der Al Andalus University for Health Sciences trägt, für den Aufbau und die weitere Planung dieser Universität große Wichtigkeit zugeschrieben werden muss. Die Universität liegt in Al Kadmus, im Nordwesten Syriens bei Tartus. Prof. Dr. M. Röllinghoff, damaliger Dekan der Medizinischen Fakultät der FAU, Liaison Officer Medical Faculty for Al Andalus University hat seinerzeit bei der Grundsteinlegung am 4. Juni 2005 zusammen mit dem deutschen Botschafters in Syrien mitgewirkt. Die Al Andalus-University ist als eine Medical School für Humanmedizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Biomedizin, Hospital Management und Krankenpflege konzipiert. Sie verfügt über mehrere universitäre Lehrkrankenhäuser in Damaskus und Homs und hat mit WS 2006 den Lehrbetrieb in zwei Fakultäten begonnen. Die Medizinische Fakultät wird zum WS 2009 eröffnet werden.

    Seit Oktober 2006 besteht, unterstützt durch das Modul 1 im DAAD Ärzteprogramm, eine HSP  zwischen der FAU und der Aleppo University in Syrien. Prof. Dr. Michael Weyand, der Direktor des Herzchirurgischen Zentrums in Erlangen wurde zum Liaison Officer Medical der Med. Fakultät Erlangen-Nürnberg für die Aleppo University nominiert.

    Weiter besteht seit Februar 2005 ein Kooperationsvertrag mit der Ajman University of Science and Technology Network (AUST) sowie seit Juli 2006 eine Kooperation mit der Arabian Gulf University in Bahrein.

Die HSP mit der Universität Kairo befindet sich im fortgeschrittenen Stadium. Mit der Universität Damaskus gibt es einen Partnerschaftsvertrag im Bereich der Orientalistik und Geschichte. Zu der Universität Kairo bestehen über die DAAD unterstützten Aktivitäten sowie die Zusammenarbeit während des German-Egyptian Year of Science and Technology exzellente Kontakte sowohl zum Dekan des Kasr-El Aini Hospitals, Prof. Ahmad Sameh Farid, als auch zur Hochschulleitung wie dem Präsidenten Prof. Dr. med. Hossam Kamel, welcher selbst Mediziner und Alumnus der Universität Köln ist. Insgesamt wurden seit Februar 2004 24 Workshops und Expertenseminare mit oder an der Kairo Universität durchgeführt.

Ziele:

Die Projektverantwortlichen begreifen ihre Arbeit als wichtigen Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger Strukturen in den Ländern der Partnerhochschulen. Dabei soll insbesondere der Aufbau der Medizinischen Fakultät und die Entwicklung und Umsetzung syrischer Curricula nach deutschem Vorbild betrieben an der Al Andalus University modellhaft umgesetzt werden. Der Ausbau und die Pflege dauerhafter Beziehungen mit den jetzigen und zukünftigen Alumni deutscher Hochschulen und anderer Multiplikatoren sind ein weiteres Ziel des beantragten Vorhabens.

Diese knüpft an bereits bestehende Kontakte und Kooperationen in Ägypten und Syrien an, steht aber organisatorisch unabhängig von diesen und setzen einen besonderen Schwerpunkt auf die Qualifikation von Studierenden und Alumni aus den betreffenden Ländern.

Die Programmverantwortlichen und Unterzeichner dieses Antrags streben eine jährliche Fortsetzung der vom DAAD geförderten Maßnahmen in den Jahren 20010 - 2014 und damit verbunden einen gewissen weiteren Grad an Institutionalisierung der Funktionen an, welche die FAU und besonders die Medizinische Fakultät mit ihren Kliniken im Laufe der letzten Jahre für den arabischen Raum übernommen hat. Mittel- und langfristig werden die FAU und ihre Partner in Syrien und Ägypten konsequent Partner aus der Wirtschaft für die finanzielle Unterstützung zukünftiger Projekt anwerben. Es gibt hier erfreuliche Entwicklungen. So konnte im April 2008 in Damaskus ein Doppelballon Enteroskopie Workshop für 30 syrische Gastroenterologen durchgeführt werden. Dieser Workshop kam auf Anregung der Syrische Gastroenterologen Gesellschaft zustande und wurde  von der Firma Fujion Inc. finanziert.

Einbindung der Aktivitäten aus der Alumniarbeit in das Ärzteprogramm :

Von 2004 bis 2007 wurden die Aktivitäten der Arbeitsgruppe über das DAAD Alumniprogramm gefördert. In dieser Zeit entstand das Arabian-German Medical Alumni AGMAN Network. Es umfasst derzeit 250 Alumni aus fünf arabischen Ländern und wird von der DAAD AG Ärzteprogramm Erlangen koordiniert. Im Rahmen der Aktivitäten 2004-2009 wurden über 35 Workshops, Expertenseminare, Tagesseminare und Sommerschulen in Ägypten, Syrien und Deutschland organisiert und durchgeführt. Für 2008 bis 2009 hatten die Antragsteller einen eigenen Antrag auf Förderung gestellt. Dieser wurde an das Ärzteprogramm überwiesen, da eine hohe inhaltliche und organisatorische Übereinstimmung bestand.

In 2008 gelang es die Alumni Aktivitäten in das von Hochschulpartnerschaften geprägte Ärzteprogramm einzubringen. Dass die ganz überwiegende Zahl der in AGMAN organisierten Alumni an verschiedenen arabischen Hochschulen tätig ist, erleichterte die Zusammenführung der Aktivitäten.

Für die nächsten Jahre steht dezidiert die Alumni-basierte Förderung der lokalen Bildungs- und Ausbildungskompetenz im Vordergrund. Dafür bestehen durch die an deutschen Hochschulen ausgebildeten Alumni besonders gute Voraussetzungen. An der Cairo University ging das Learning Ressource Center, www.lrc.edu.eg, Mitte 2006 in Betrieb. Es wird von Prof. Hamit Zoheiry, einem HNO Alumnus der Universität Würzburg geleitet. Dieses sehr gut ausgestattete Zentrum wird von AGMAN aktiv unterstützt, wobei sich hervorragende Synergieeffekte ergeben. So war es z.B. möglich. mit dem „Hands on workshop in interventional endoscopy“ erstmalig im Nahen Osten und Afrika ein Modell für die gesamte endoskopische Dünndarmuntersuchung und praktische „hands on“ Übungen durchzuführen. Kursleiter und fünf ägyptische Tutoren waren durch ihren Deutschlandaufenthalt und durch die Expertenseminare in Erlangen so qualifiziert, dass der Kurs auf Deutsch, Englisch und Arabisch abgehalten werden konnte. Trotz einem erheblichen technischen Aufwand war es hiermit möglich, eine in Deutschland entwickelte und verbesserte Ausbildungstechnologie modernsten Standards mittels Alumni in Ägypten zu etablieren.

Die Aktivitäten sind bei den Alumni aus Syrien, Libyen, Sudan, Jemen und Ägypten auf großes Interesse gestoßen und dokumentieren den Nutzen, erfahrene Alumni in die Organisation und Weiterbildung einzubinden.

Mit der Alumni-basiertem Förderung der lokalen Bildungs- und Ausbildungskompetenz steht u.E. ein exzellentes Instrument zur Vertiefung der Hochschulkoopeationen zur Verfügung.

Dies insbesondere dann, wenn Alumni aktiv und „auf Augenhöhe“ Organisation und Durchführung übernehmen.