Ziele 2009

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Ziele

Mit der Durchführung der im vorliegenden Antrag beschriebenen Projekte möchte das Universitätsklinikum Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg seine seit Jahren bestehenden und ständig wachsenden Beziehungen zu wissenschaftlichen Arbeitsgruppen und Hochschulen in arabischen Ländern stabilisieren und ausbauen und durch die Etablierung fester Hochschulpartnerschaften zu einer neuen Dimension verhelfen.

Dabei wird die FAU bereits bestehende Kontakte und Strukturen nutzen können: eine wichtige Rolle spielte sie bereits bei der vom DAAD geförderten Gründung des AGMAN-Netzwerkes (Arabian-German Medical Alumni Network), welchem inzwischen rund 250 Alumni verschiedener medizinischer Fachrichtungen angehören. Mit Prof. Dr. med. Eckhart G. Hahn und Dr. Martin Grauer (Medizinische Klinik 1) ist die FAU auch führend an der German-Egyptian Society of Gastroenterology and Hepatology beteiligt sowie mit LOA Dr. Faidi Omar Mahmoud (Herzchirurgische Klinik) am Deutsch-Syrischen Verein zur Förderung der Wissenschaft e.V. und im Vorstand der Union Arabischer Mediziner in Europa e.V. (ARABMED)

 

ARABMED e.V. vereint circa 2000 arabische Mediziner, welche in Europa leben, und verfolgt sowohl den wissenschaftlichen Austausch zwischen Okzident und Orient, als auch den kulturellen Dialog. Zu diesem Zweck veranstaltet ARABMED jährlich einen großen internationalen Kongress, der jeweils in einem anderen europäischen oder arabischen Land stattfindet.

Kooperationen der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg mit Universitäten im arabischen Raum im Bereich Medizin:

  • Seit August 2005 besteht ein Kooperationsvertrag zwischen der FAU und der Al Andalus University in Kadmus, Syrien welchen entsprechend dem Anteil den die FAU durch Dr. Mahmoud an der Gründung der Al Andalus University trägt, für den Aufbau und die weitere Planung dieser Universität große Wichtigkeit zugeschrieben werden muss. Die Universität liegt in Al Kadmus, im Syrien bei Tartus. Prof. Dr. M. Röllinghoff, damaliger Dekan der Medizinischen Fakultät der FAU, Liaison Officer Medical Faculty for Al Andalus University hat bei der Grundsteinlegung am 4. Juni 2005 zusammen mit dem Vertreter des deutschen Botschafters in Syrien mitgewirkt. Die Al Andalus-University ist konzipiert als eine Medical School für Humanmedizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Biomedizin, Hospital Management und Krankenpflege. Sie verfügt bereits über mehrere universitäre Lehrkrankenhäuser in Damaskus und Homs und hat im WS 2006 den Lehrbetrieb in zwei Fakultäten begonnen.

  • Seit Oktober 2006 besteht, unterstützt durch das Modul 1 im DAAD Ärzteprogramm, eine Hochschulkooperaton zwischen der FAU und der Aleppo University in Syrien. Prof. Dr. Michael Weyand, Direktor Herzchirurgisches Zentrum in Erlangen wurde als Liaison Officer Medical der Med. Fakultät Erlangen-Nürnberg für die Aleppo University nominiert.

  • Weiter besteht seit Februar 2005 ein Kooperationsvertrag mit der Ajman University of Science and Technology Network (AUST) sowie seit Juli 2006 eine Kooperation mit der Arabian Gulf University in Bahrein.

  • Die Hochschulkooperation mit der Universität Kairo befindet sich im fortgeschrittenen Stadium. Durch die Wahl von Prof. Dr. med. Hossam Kamel, einem Alumnus der
  • Universität Köln zum Präsidenten der Cairo Universtität ist ein weiterer Schritt getan. Zu der Universität Kairo bestehen über die DAAD unterstützten Aktivitäten sowie die Zusammenarbeit während des German-Egyptian Year of Science and Technology exzellente Kontakte sowohl zum Dekan des Kasr-El Aini Hospitals, Prof. Ahmad Sameh Farid, als auch zur Hochschulleitung.
    • Mit der Universität Damaskus gibt es einen Partnerschaftsvertrag im Bereich der Orientalistik und Geschichte. Durch Teilnahme an Veranstaltungen wie dem Alumnitreffen im November 2008 in Damaskus bestehen gute Kontakte zur Hochschulleitung, welche die AGMAN Aktivitäten in Syrien aktiv unterstützt.

Ziele 2009

 

Die Projektverantwortlichen begreifen ihre Arbeit

  1. als wichtigen Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger Strukturen in den Ländern der Partnerhochschulen. Dabei soll insbesondere der Aufbau der Medizinischen Fakultät und die Entwicklung und Umsetzung syrischer Curricula nach deutschem Vorbild und integriert in den Bologna-Prozess betrieben und unterstützt werden.
  2. Der Ausbau und die Pflege dauerhafter Beziehungen mit den jetzigen und zukünftigen Alumni deutscher Hochschulen und anderer Multiplikatoren sind ein weiteres Ziel des beantragten Vorhabens.

Diese knüpft an bereits bestehende Kontakte und Kooperationen in Ägypten und Syrien an, steht aber organisatorisch unabhängig von diesen und setzen einen besonderen Schwerpunkt:

  1. auf die Qualifikation von Studierenden und
  2. Die Postgraduierten Weiterbildung der Alumni aus den betreffenden Ländern
  3. Die wissenschaftliche Kooperation mit Alumni und ihren Arbeitsgruppen an des HS

Die Programmverantwortlichen und Unterzeichner dieses Antrags streben eine jährliche Fortsetzung der vom DAAD geförderten Maßnahmen in den Jahren 2009 - 2011 und damit verbunden einen gewissen weiteren Grad an Institutionalisierung der Funktionen an, welche die FAU und besonders die Medizinische Fakultät mit ihren Kliniken im Laufe der letzten Jahre für den arabischen Raum übernommen hat. Mittel- und langfristig werden die FAU und ihre Partner in Syrien und Ägypten konsequent Partner aus der Wirtschaft für die finanzielle Unterstützung zukünftiger Projekt bewerben. Es gibt hier erfreuliche Entwicklungen. So konnte im April 2008 in Damaskus ein Doppelballon Enteroskopie Workshop für 30 syrische Gastroenterologen durchgeführt werden. Dieser Workshop kam auf Anregung der Syrische Gesellschaft für Gastroenterologie zustande und konnte über Drittmittel finanziert werden. Die weitgehende Finanzierung durch Mitgliedsbeiträge und externe Drittmittel erfordert jedoch noch wesentliche Anstrengungen und erscheint erst mittel bis langfristig realisierbar.

 

Einbindung der Aktivitäten aus der Alumniarbeit:

Von 2004 bis 2007 wurden Aktivitäten der Alumniarbeit vom DAAD durch das Alumniprogramm gefördert. In dieser Zeit entstand AGMAN, das Arabian-German Medical Alumni Network. Es umfasst derzeit 250 Alumni aus fünf arabischen Ländern. Im Rahmen der Aktivitäten 2004-2008 wurden über 25 Workshops, Expertenseminare, Tagesseminare und Sommerschulen in Ägypten, Syrien und Deutschland organisiert und durchgeführt. Für 2008 bis 2009 hatten die Antragsteller einen eigenen Antrag auf Förderung gestellt. Dieser wurde an das Ärzteprogramm überwiesen, da eine hohe inhaltliche und organisatorische Übereinstimmung bestand.

In 2008 wurden die Alumniaktivitäten in das von Hochschulpartnerschaften geprägte Ärzteprogramm eingebracht. Dass die ganz überwiegende Zahl der in AGMAN organisierten Alumni an verschiedenen arabischen Hochschulen tätig ist, erleichterte die Zusammenführung der Aktivitäten.

Im Rahmen des Alumnitreffen am 22. und 23.11.08 in Damaskus wurden die Ergebnisse der Projekte einem Publikum von ca. 200 syrischen Alumni vorgestellt. Die für den Jahresbericht 2008 erfolgte Aufstellung der Geförderten zeigte, dass in 2008 insgesamt 297 Ärztinnen und Ärzte an AGMAN Veranstaltungen teilnahmen. Dabei wurden Seminare und Kurse mit hohem Anteil an praktischer Weiterbildung auf wissenschaftlich hohem Niveau angeboten.

Zitat Ziele aus dem Antrag Alumniprogramm 2009:

Für die Jahre 2009 steht dezidiert die Alumni-basierte Förderung der lokalen Bildungs- und Ausbildungskompetenz im Vordergrund. Dafür bestehen durch die an deutschen Hochschulen ausgebildeten Alumni besonders gute Voraussetzungen. Dem wurde in 2007 durch die in enger Kooperation mit dem German-Egyptian Year of Science & Technology durchgeführten Workshops: „How to prepare a perfect presentation“ und dem im Oktober 2007 durchgeführten mit hochkarätigen Referenten besetztem Workshop: ”Scientific work and publishing in the Arabian and African region” Rechnung getragen. An der Cairo University ging das Learning Resource Center, www.lrc.edu.eg Mitte 2006 in Betrieb. Es wird von Prof. Hamid Zoheiry, einem HNO Alumnus der Universität Würzburg geleitet.

Dieses sehr gut ausgestattete Zentrum wird von AGMAN aktiv unterstützt, wobei sich hervorragende Synergieeffekte ergeben. So war es z.B. möglich. mit dem „Hands on workshop in interventional endoscopy“ 31.03. bis 01.04.2007, erstmalig im Nahen Osten und Afrika ein Modell für die gesamte endoskopische Dünndarmuntersuchung und praktische „hands on“ Übungen durchzuführen. Kursleiter und fünf ägyptische Tutoren waren während durch ihren Deutschlandaufenthalt und durch die Expertenseminare in Erlangen so qualifiziert, dass der Kurs auf Deutsch, Englisch und Arabisch abgehalten werden konnte. Trotz einem erheblichen technischen Aufwand war es hiermit möglich, eine in Deutschland entwickelte und verbesserte Ausbildungstechnologie modernsten Standes mittels Alumni in Ägypten zu etablieren. In 2008 konnte die erfolgreiche Arbeit mit je einem Workshop im Rahmen des German-Egyptian Year of Science sowie mit zwei Workshops im LRC welche ca. 50 arabische Kollegen und Alumni erreichten fortgeführt. In 2008 wurde am LRC im Februar 2008 der Kongress Gastro 2008 durchgeführt (Finanzierung über DAAD Gelder des Year of Science). Weiter das im Finanzplan des Ärzteprogrammes aufgeführte Train the Trainer Seminar, sowie auf Einladung des DAAD Büros Kairo ein praktischer Workshop (Hameostasis in the EASIE Model) im Rahmen der Nachfolgeveranstatlung des Year of Science 11/2008.

Das Duenndarm ModellFrau Dr. Zakaira, Sudan Dr. Mahmoud bei Herz OP in Kairo

 

Wissenschaftliches Arbeiten & Publizieren im Arabischen und Afrikanischen Raum 5. u. 6. Oktober 2007 in Erlangen

Die Aktivitäten sind bei den Alumni aus Syrien, Oman, Eritrea, Sudan und Ägypten auf großes Interesse gestoßen und dokumentieren den Nutzen, erfahrene Alumni in die Organisation und Weiterbildung einzubinden.

Mit der Alumni-basiertem Förderung der lokalen Bildungs- und Ausbildungskompetenz steht u.E. ein exzellentes Instrument zur Vertiefung der Hochschulkooperationen zur Verfügung. Dies insbesondere dann, wenn Alumni aktiv und „auf Augenhöhe“ Organisation und Durchführung übernehmen.

Mit der Etablierung von Länderverantwortlichen in Syrien, Oman, Sudan und Bahrein stellte sich AGMAN in 20008 strukturell verbessert auf. Die Länderverantworltichen (anerkannte Alumni) stellen Ansprechpartner für die lokalen Alumni sowie für die Projektveranwortlichen bei der Organisation von Workshops und Seminaren dar. Eine Zusammenarbeit z.B. mit AGEF ist angedacht, da u.E. die Länderverantworltichen auch bestens geeignete Ansprechpartner für evtentelle Rückkehrer darstellen.

Ein Höhepunkt des Jahres war sicher das Expertenseminar in Erlangen. 12 arabische Alumni aus Ägypten, Syrien, Oman, Eritrea und Sudan nahmen teil.

Übersicht Länderverantwortliche:

Länderverantwortlicher Ägypten: Prof. Dr. Mona Abu-Zekry

Die Direktorin der Abteilung für Kinder Gastroenterologie und Hepatologie am Kasr-Al-Aini Hospital ist eine Alumna der Universität Bonn wo sie einen wesentlichen Teil ihrer Facharztausbildung zur Kinderärztin absolvierte. Sie ist heute Botschafts-Ärztin der deutschen Botschaft in Kairo sowie für die Lufthansa in Kairo tätig. Frau Prof. Abu-Zekry wurde im April 2004 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Sie ist seit 2004 AGMAN Länderverantwortliche in Ägypten. Zusammen mit Prof. Lentze und Dr. Grauer organisierte sie im Dezember 2008 einen sehr gut besuchten Kongress „Pediatric Endoscopy and coeliac disease“ in Kairo.


Länderverantwortlicher Syrien: Prof. Dr. med. Feisal Al Hafi

Prof. Alhafi ist ein Alumnus der Universität Münster. An einem Lehrkrankenhaus der Universtität Münster absolvierte er seine Weiterbildung zum laparoskopischen Chirurgen von 1977-1984. Prof. Alhafi ist der stellvertretende Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Damaskus. Prof. Al Hafi ist in besonderer Weise in der Organisatin von Famulaturen und Gastarzt-Einsätzen engagiert.

 

 

 

Länderverantwortlicher Bahrein: Dr. Khalifa Bin Dayna

Prof. Bin Dayna ist ein Alumnus der Universität Erlangen. Hier absolvierte er bei Prof. Dr. med. Galle und Prof. Dr. med. Hohenberger seine Ausbildung zum Chirurgen. Er ist heute Präsident der Vereinigung bahreinischer Chirurgen und vertritt AGMAN in Bahrain.

 

 


Länderverantwortlicher Oman: Dr. Salim Al Harty

Dr. Al Harty ist Alumnus der Universität Hamburg, wo er die Weiterbildung zum Gastroenterologen durchlief. Er ist heute Direktor der Endoskopie-Abteilung am Royal Hospital of Oman, der größten und modernsten Klinik in Oman und dort vor allem für die Weiterbildung jüngerer Kollegen verantwortlich. Dr. Al-Harty fördert engagiert die Aus-und Weiterbildung omanischer Ärzte in Deutschland mit dem Ziel der Rückkehr nach Oman.

 

 

Länderverantwortliche Sudan: Dr. Nada Zakaria

Dr. Zakaria ist eine Alumna der Universitäten London und Erlangen. Sie ist ausgebildete Gastro-enterologin und vertritt AGMAN in Khartoum, Sudan.

 

 

 

 

Länderverantwortlicher Vereinigte Arabische Emirate : Dr. Ussam al Bibilli

Dr. Ossama Al-Babbili ,DML Managing Direktor ist Alumnus der Universität Tübingen , wo er die Weiterbildung zum Laborarzt durchlief. Er ist heute Direktor der Labor in Dubai, der größten und modernsten und Vorstandmitglied in Al Andlus University in Syrien