Massnahmen 2008

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Modul 1:

Etablierung eines trinationalen Konsortiums (FAU Erlangen/Deutschland, mit Al Andalus University, Aleppo University/Syrien und Cairo University, Ägypten)

Ziel der innerhalb von Modul 1 geplanten und beantragten Maßnahmen ist die Entwicklung bereits bestehender persönlicher sowie formaler Verbindungen zu einer institutionellen Basis mit Sockelfunktion für alle weiteren und später zu beantragenden Maßnahmen innerhalb des DAAD-Ärzteprogramms. Der entstehende trinationale Partnerschaftsverbund wird neben Arabian German Medical Alumni Network AGMAN, ARABMED und anderen außeruniversitären Organisationen eine weitere wichtige Ebene des fachlichen Austausches und der Fortbildung darstellen, jedoch mit an den akademischen Ausbildungsorten noch tiefer ansetzenden Innovations- und Entwicklungsmöglichkeiten.

 

 

Was die Medizinische Fakultät der Universität Al Andalus, betrifft, soll sie im Rahmen dieses Treffens aller Projektverantwortlichen und der Dekane der jeweiligen Medizinischen Fakultäten als eine Art Plattform dienen

  • zum Aufbau und zur wissenschaftlichen Profilierung insbesondere der Fakultäten  der Al Andalus University durch curriculare und wissenschaftspolitische Beratung mit den übrigen starken Partnerhochschulen.
  • der Vernetzung u.a. durch Praktikum, Famulaturen von arabischen Studierenden aus Deutschland in ihren Heimatländern
  • weitere inhaltliche Koordinierung weiterer Fortbildungsmaßnahmen für Studierende und Zukünftige Alumni,

Die innerhalb von Modul 1 geplanten Maßnahmen gliedern sich in drei Blöcke:

a) April 2008, AL Andalus Universität in Kadmus/ Syrien: Arbeitstreffen der Dekane der Partnerhochschulen: Dieses Arbeitstreffen macht sich, unter Hinzuziehung von Prof. Dr. med Martin Röllinghoff und Prof. Mahmoud Fathalalla, einem ausgewiesenen und erfahrenen Experten für Planung des medizinischen Hochschulwesens, zunächst zur entwicklungspolitischen Aufgabe, die Medizinische Fakultät der Partneruniversität Al Andalus bei Ihrer curricularen Entwicklung beratend zu unterstützen. In diese Beratungen werden die betreffenden Erfahrungen der FAU einfließen. Ein weiterer wesentlicher Punkt sind Abmachungen darüber, mit welchen Maßnahmen, arabische Medzinstudenten und Ärzte in Weiterbidlung auf die Rückkehr in ihre Heimatländer vorbereitet werden können. Nicht zuletzt stehen die Erarbeitung weiterer Perspektiven für die Hochschulpartnerschaft und die Entwicklung von Projektvorschlägen für den Förderzeitraum ab 2009 auf der Tagesordnung.

b) Die Partnerhochschulen übernehmen im Rahmen ihrer Kooperationsverträge die Organisation von bis zu 5 Dozenten, Wissenschaftlern oder Jung Mediziner für einmonatige Famulaturen oder Praktika. Genauer vermitteln sie Erlanger Medizin Studierende aus dem arabischen Raum an Universitätskliniken bzw. privaten Niederlassungen in Ägypten und Syrien. Sie können dabei hervorragend auf direkte persönliche Kontakte und auf vermittlerische Hilfe von ARABMED und AGMAN zurückgreifen.

  1. Der Besuch der Dekane der drei Partneruniversitäten in Erlangen im Juli 2008 dient in erster Linie der Fortsetzung und dem Abschluss der in Kairo begonnenen Beratungen, aber auch der Werbung für die FAU als attraktiven und relevanten Studien- und Forschungsstandort im Fachbereich Medizin. Im Einzelnen sind daher Treffen mit Entscheidungsträgern der FAU für den internationalen und Studienbereich geplant (Rektor, Prorektor für Internationalisierung, Studiendekan Unklinikums) sowie die Besichtigung der Forschungseinrichtungen der FAU. Nicht zuletzt mit den exzellenten Studienbedingungen im Fachbereich Medizin sollen die Gäste aus Ägypten und Syrien bekannt gemacht werden. Im Weiteren werden die Gäste Gelegenheit bekommen, das Gründerzentrum für Medizintechnik und SIEMENS Medical Solutions zu besuchen.

Modul 5

A- Syrien

Die innerhalb von Modul 5 geplanten Maßnahmen gliedern sich in drei Blöcke:

1. 3- Experten Seminar in Golan Hospital /Syrien,  17 April 2008:

„Notfallmedizin ”

In inzwischen 3 mal regelmäßig stattfindenden treffen in Golan Hospital herrscht diesbezüglich, Schwerpunkt Förderung der lokalen Ausbildungskompetenz eine erfreulich optimistische Aufbruchsstimmung. Führende Persönlichkeiten verschiedener Fachrichtungen auch mit lokalen Referenten z.B. Prof. Faisel Hafi die selbst lange Jahre in Deutschland gearbeitet haben

2. - Experten Seminar und Workshop in Homs /Syrien,  12.-19. April 2008:

„Gastroenterology update and Hands on workshops in interventional endoscopy”

Dieser Workshop wird im Rahmen der Jahres Tagung der Syrischen Gesellschaft der Gastroenterologen stattfinden, und beabsichtigen mit der Durchführung eine thematisch breit gefächerte Reihe von Vorträgen wie Hospitationen und praktischen Demonstrationen eine Brücke zu schlagen zwischen dem Bedürfnis der Teilnehmer nach fachlicher Qualifikation einerseits, fachlichem und persönlichem Austausch andererseits. Da durch den verstärkten Einbezug Studierender aus Deutschland und aus der Region an den Veranstaltungen zu weiteren Zukunftsperspektiven zu verhelfen.

3. - Experten Seminar und Workshop in Aleppo /Syrien, 2.-8. Mai 2008:

„Management der Akuten Herz Rhythmus Störung ”

dieser Workshop wird im Rammen der“ The 1st International Medical Conference of the University of Aleppo " in Aleppo die von unserer Partner Universität organisiert wird, beabsichtigen mit der Durchführung einer thematisch breit gefächerten Reihe von Workshops, Vorträgen wie Hospitationen und praktischen Demonstrationen eine Brücke zu schlagen zwischen dem Bedürfnis der Teilnehmer nach fachlicher Qualifikation einerseits, fachlichem und persönlichem Austausch andererseits. Dieser Workshop stellt ein sowohl fachlich wie kommunikativ wichtiges Ereignis dar, das helfen wird, die schon lange bestehenden Kontakte u.a. der Universitätsklinik in Erlangen mit den Universitäten in Aleppo nicht nur aufzufrischen, sondern ihnen durch den verstärkten Einbezug Studierender aus Deutschland und aus der Region an den Veranstaltungen zu weiteren Zukunftsperspektiven zu verhelfen.

Die Workshops und Vorträge ergänzen mehrtägige Hospitationen bei Live-Operationen in der Universitätsklinik von Aleppo und Herzzentrum mit anschließenden Diskussionen zu Diagnostik und Therapiemöglichkeiten.

Die ca. 7 Referenten dieses Seminares sind größtenteils Deutsche Experten und syrischer Herkunft, praktizieren und forschen allerdings an unterschiedlichen Orten in Europa und im arabischen Raum; dadurch ist die Vielfalt der regionalen Fallstudien, denen mit dem Ziel partizipativer Wissensvermittlung besonderes Augenmerk gilt, in hohem Maße gewährleistet. Die Organisatoren der Seminare  rechnen mit mindestens 40 Teilnehmern.

4. - Experten Seminar und Workshop in Damaskus Al Bassel Hospital  /Syrien, 6-9 Dezember 2008: „Mechanische Unterstützung des schwachen Herzens”

dieser Workshop wird im Rahmen der 6th Meeting of Al Bassel Heart Society statt finden, und beabsichtigt mit der Durchführung einer thematisch breit gefächerten Reihe von Kardiologischen und Kardiochirurgischen Vorträgen wie praktischen Demonstrationen und Live Op. eine Brücke zu schlagen zwischen dem Bedürfnis der Teilnehmer nach fachlicher Qualifikation einerseits, fachlichem und persönlichem Austausch andererseits und dadurch den verstärkten Einbezug Studierender aus Deutschland und aus der Region an den Veranstaltungen zu weiteren Zukunftsperspektiven zu verhelfen.

Zur weiteren Planung, Vorbereitung und Durchführung ist die Anstellung von Hilfskräften in Syrien für alle Aktivitäten in einem angemessenen Umfang vorgesehen.

Die Universitäten Aleppo und Al Andalus sind leider nicht im Stande, die Finanzierung oder Bereitstellung ausreichender Unterkünfte für alle anreisenden Teilnehmer zu gewährleisten; es wird daher, unter Zuschuss einer 25%-igen Eigenleistung der Teilnehmer, die Förderung der Aufenthaltskosten zu 75% durch den DAAD beantragt.

B-Egypt Programmplanung 2008:

  1. Workshop Pedicatric Endoscopy 08-09.März 2008, Kasr-El Aini Children´s Hospital, Kairo, Live Übertragung
  2. Train the Trainer Course Interventional Endoscopy, Learning Resource Center, Kasr-El Aini Hospital
  • AGAMN
  1. DAAD Workshop: Deutsch-arabische Forschungskooperationen Termin: 10.03.08

Diskussion der Ergebnisse des German-Egyptian Year of Science and Technology Vorläufiger Termin

  1. DAAD Workshop: Chancen und Risiken des Alumni Süd-Süd Austausches,

Voraussichtlicher Termin 13.09.2008 Ort LRC Kairo, Beteiligung der DAAD Außenstelle Kairo

  1. DAAD Workshop: Ausbildungskompetenz Termin 08.12.2008

Hochschuldidaktische Qualifizierung für Lehrende an den Medizinischen Fakultäten

  1. Workshop Pediatric Cardiology, Kasr Al Aini Children´s Hospial, Cairo
  2. Einwöchige DAAD Sommerschule in Deutschland bestehend aus:
    • 61. Kurs für Endoskopie und Ultraschall, Erlangen 07. - 09. Oktober 2008
    • 42. Erlanger Tagung für Praktische Gastroenterologie und Hepatologie. 10. – 11. Oktober 2008
  3. Treffen der AGMAN Länderverantwortlichen aus Ägypten, Syrien, Sudan, Jemen, Ajman und Bahrain
    • mit syrischen Alumni und dem Hochschulministerium an der Universtität Damaskus „Thema panarabische Alumniarbeit im Medizinbereich 12, bis 19.4. April 2008“


Perspektiven

Die Programmverantwortlichen und Organisatoren der beantragten Maßnahmen beabsichtigen, durch die Etablierung eines trinationalen universitären Partnerschaftsverbundes eine Basis weiterer und in Zukunft selbstständiger Maßnahmen auf akademischer Ebene zu schaffen. Die Institutionalisierung dieser Partnerschaften ist ein die Arbeit von ARABMED , EGMAN und anderen fachrelevanten internationalen NGOs sinnvoll und notwendig ergänzendes Projekt, das neben der fachlichen Vernetzung, die es schon an sich selbst darstellt, ein wichtiger Beitrag zur fachlichen Qualifikation Studierender, zur Fortbildung ehemaliger Studierender und zum internationalen Austausch zwischen dem Wissenschaftsstandort Deutschland und der beiden für die Entwicklung der Region so zentral Einfluss nehmenden Länder Syrien und Ägypten. In Einheit mit den humanitären Zwecken der Medizin und in seiner internationalen, kulturübergreifenden Dimension stellt das beantragte Vorhaben nicht zuletzt auch einen Beitrag zur Pflege interkultureller Verständigung und damit zur friedenssichernden Konfliktprävention dar.