Ziele 2006

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Ziele

Mit der Durchführung der im vorliegenden Antrag beschriebenen Projekte möchte die Medizinische Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ihre seit Jahren bestehenden und ständig prosperierenden Beziehungen zu Hochschulen und einzelnen Wissenschaftlern in arabischen Ländern nicht nur stabilisieren und ausbauen, sondern durch die Etablierung fester Hochschulpartnerschaften zu einer neuen Dimension verhelfen.

Dabei wird die FAU bereits bestehende vielseitige Kontakte und Strukturen nutzen können: eine wichtige Rolle spielte sie bereits bei der vom DAAD geförderten Gründung des EGMAN-Netzwerkes (Egyptian-German Medical Alumni Network), dem inzwischen rund 160 Alumni verschiedener medizinischer Fachrichtungen

angehören. Mit Dr. Martin Grauer (Medizinische Klinik I) ist die FAU auch führend an der German-Egyptian Society of Gastroenterology and Hepatology beteiligt sowie mit Dr. Faidi Omar Mahmoud (Herzchirurgische Klinik) am Deutsch-Syrischen Verein zur Förderung der Wissenschaft e.V. und an der Union Arabischer Mediziner in Europa e.V. (=ARABMED). Seit August 2005 besteht überdies ein Kooperationsvertrag zwischen der FAU und der Al Andalus University,

 

dem, entsprechend dem Anteil, den die FAU durch Dr. Mahmoud an der Gründung der Al Andalus University trägt, für den Aufbau und die weitere Planung dieser Universität große Wichtigkeit zugeschrieben werden muss. Die Universität liegt in Al Kadmus, im Nordwesten Syriens bei Tartus. Prof Röllinghoff, damaliger Dekan der Medizinischen Fakultät der FAU, hat seinerzeit bei der Grundsteinlegung am 4. Juni 2005 zusammen mit dem Verteter des deutschen Botschafters in Syrien (Herrn Roland Seeger, Deputy Head of Mission) mitgewirkt. Die Al Andalus-Universität ist konzipiert als eine Medical School für Humanmedizin, Zahnmedizin, Pharmazie, Biomedizin, Hospital Management und Krankenpflege und wird über eine eigene Universitätsklinik verfügen.

Die Projektverantwortlichen begreifen ihre Arbeit als wichtigen Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger Strukturen in den Ländern der Partnerhochschulen. Dabei soll insbesondere der Aufbau der Medizinischen Fakultät und die Entwicklung und Umsetzung deutsch-syrischer Curricula betrieben unterstützt werden. Der Ausbau und die Pflege dauerhafter Beziehungen mit den jetzigen und zukünftigen Alumni deutscher Hochschulen und anderer Multiplikatoren sind ein weiteres Ziel des beantragten Vorhabens.

Diese knüpft an bereits bestehende Kontakte und Kooperationen in Ägypten und Syrien an, steht aber organisatorisch unabhängig von diesen und setzen einen besonderen Schwerpunkt auf die Qualifikation von Studierenden und Alumni aus den betreffenden Ländern.

Die Programmverantwortlichen und Unterzeichner dieses Antrags streben eine jährliche Fortsetzung der vom DAAD geförderten Maßnahmen in den Jahren 2006-2009 und damit verbunden einen gewissen weiteren Grad an Institutionalisierung der Funktionen an, die die FAU und besonders die Medizinische Fakultät mit ihren Kliniken im Laufe der letzten Jahre für den arabischen Raum übernommen hat. Mittel- und langfristig werden die FAU und ihre Partner in Syrien und Ägypten bemüht sein, für die zukünftigen Projekte finanzielle Unterstützung auch von Förderern aus der freien Wirtschaft zu gewinnen.